Wollen Kandidat:innen wirklich KI-Interviews? Was Daten (und Alex) uns zeigen

Viele Kandidat:innen stehen KI-Interviews zunächst skeptisch gegenüber. Doch Studien und Praxiserfahrungen zeigen: Wenn KI transparent, fair und menschlich gesteuert eingesetzt wird, kann sie Bias reduzieren und die Candidate Experience deutlich verbessern.

26.1.2026

Fragt man die meisten Menschen, ob sie lieber von einer künstlichen Intelligenz als von einem Menschen interviewt werden möchten, lautet die spontane Antwort meist: „Nein, danke“.

Und doch zeigt eine aktuelle experimentelle Studie zu KI-gestützten Interviews, dass 78 % der Teilnehmenden ein Interview mit einer KI einem menschlichen Interviewer vorzogen, sofern das System transparent, fair und verständlich erklärt war.

Auf den ersten Blick wirkt das widersprüchlich. Betrachtet man jedoch die tatsächlichen Erfahrungen von Kandidat:innen in heutigen Recruiting-Prozessen, ergibt es Sinn.

Das eigentliche Problem ist nicht die KI. Es ist das fehlende Vertrauen.

Weltweit bewegen sich Kandidat:innen nicht in einem neutralen und sicheren System:

  • Fast die Hälfte aller Jobsuchenden (49 %) berichtet von Diskriminierung im Bewerbungsprozess.
  • Rund 42 % der Frauen geben an, geschlechtsbezogene oder unangemessene Fragen in Interviews erlebt zu haben, und 41 % fühlten sich diskriminiert.
  • Weniger als 2 von 10 Kandidat:innen bewerten ihre Gesamterfahrung als „sehr gut“.

Auf Arbeitgeberseite sieht es ähnlich herausfordernd aus:

  • Recruiter:innen bearbeiten ein stark wachsendes Bewerbungsvolumen — im Durchschnitt über 2.500 Bewerbungen pro Recruiter:in im Jahr 2024, ein Plus von 106 % gegenüber 2022.

Lange und komplexe Prozesse führen dazu, dass viele Kandidat:innen abspringen, noch bevor sie ihre Bewerbung abschließen.

Wenn Kandidat:innen also sagen, dass sie sich in bestimmten Situationen mit KI wohler fühlen, sagen sie nicht: „Ich will lieber Roboter.“
Sie sagen: „Ich habe genug davon, mich in einem Prozess, dem ich nicht vertraue, beurteilt, gehetzt oder übergangen zu fühlen.“

Sie meiden nicht den Menschen – sie meiden Bias, Stress und Inkonsequenz.

Was die Forschung zeigt

In kontrollierten Experimenten, in denen KI-Sprachagenten strukturierte Interviews führen, zeigen sich klare Ergebnisse:

  • Die Mehrheit fühlt sich weniger beurteilt und kann authentischer sein.
  • Viele denken klarer, da sie nicht versuchen müssen, Erwartungen zu erraten.
  • Standardisierte Fragen und Bewertungen reduzieren das Gefühl von Diskriminierung, besonders bei Personen mit früheren negativen Erfahrungen.

Dies passt zu einem größeren Trend: 88 % der Unternehmen weltweit nutzen bereits KI im HR-Bereich, auch im Recruiting.

Der Unterschied zwischen „schädlicher“ und „hilfreicher“ KI liegt nicht in der Technologie selbst, sondern in Design und Governance.

Was wir bei HooRa täglich mit Alex erleben

Bei HooRa haben wir Alex, unseren KI-gestützten Sprachrecruiter, nach einer klaren Regel entwickelt:
Alex ersetzt niemals den Menschen. Alex bereitet den Menschen auf bessere Entscheidungen vor.

In der Praxis bedeutet das:

  • Interviews von HR-Expert:innen entwickelt
    Alle Interviewleitfäden, Fragen und Bewertungssysteme stammen von erfahrenen HR-Fachleuten – nicht von einem autonomen Sprachmodell.
  • Leistungsbasierte, bias-bewusste Bewertung
    Alex bewertet objektive, stellenbezogene Kriterien wie Verhalten, Situationen und Problemlösung – nicht indirekte Merkmale wie Alter, Schule oder Auftreten.
  • Gleicher Prozess für alle
    Jede Person durchläuft dieselbe Struktur, denselben Ton und dieselben Fragen – ein zentraler Hebel zur Reduktion von Bauchgefühl-Bias.
  • Shortlists mit menschlicher Entscheidung
    Alex trifft keine Einstellungsentscheidungen. HR-Teams erhalten strukturierte Insights und Sprachnotizen – die finale Entscheidung bleibt menschlich.

Das Ergebnis?

Der Candidate Net Promoter Score (NPS) für Alex-Interviews liegt konstant bei rund +60 – ein Wert, der im klassischen Recruiting kaum erreicht wird.

Kandidat:innen sagen:

  • „Ich konnte endlich alles sagen, was ich sagen wollte.“
  • „Ich hatte weniger Druck als in einem persönlichen Interview.“
  • „Die Fragen waren klar und fair.“

Kurz gesagt: Wenn die Erfahrung konsequent kandidatenzentriert gestaltet ist, kann eine KI-Stimme menschlicher wirken als ein gehetztes 15-Minuten-Gespräch.

Wird KI die Zukunft des Recruitings verändern?

Wir sind überzeugt: Sie tut es bereits.

Die Frage lautet nicht „KI oder Mensch?“, sondern:
„Wer schafft es, Daten, Empathie und Expertise verantwortungsvoll zu verbinden?“

Bei HooRa ist unsere Antwort klar:

  • Technologie hört zu – ohne Bias.
  • Menschen entscheiden – mit Klarheit.

Und dazwischen gestalten wir Prozesse, in denen Kandidat:innen endlich das erleben, was sie seit Langem erwarten: Transparenz, Respekt und Fairness.

KI im Recruiting neu denken

Erfahren Sie, wie verantwortungsvoll gestaltete KI-Interviews Vertrauen schaffen, Diskriminierung reduzieren und Recruiting fairer machen.

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